„Die Sondierungsergebnisse setzen wichtige neue Akzente für Familien, Kinder und Frauen“, begrüßt die Vorsitzende der Frauen Union der CDU Annette Widmann-Mauz MdB die Ergebnisse der Verhandlungen. Die Parlamentarische Staatssekretärin hat in der Nacht zum Freitag die letzten strittigen Punkte mit ausgehandelt. „Ich bin sehr zufrieden. Wir haben wichtige Weichen stellen können. Wir werden Familien deutlich entlasten. Das Kindergeld steigt bis 2021 um 25 Euro, zugleich erhöhen wir den Kinderfreibetrag. Kinderarmut bekämpfen wir gezielt durch einen höheren Kinderzuschlag. Für ältere Mütter mit 3 und mehr Kindern führen wir den dritten Mütterrentenpunkt ein.“

Weiter hebt sie hervor: „Bildung ist für alle Kinder zentral. Deshalb werden wir dafür sorgen, dass Kinder überall in Deutschland gleiche Chancen haben. Wir werden in Absprache mit den Ländern mehr Geld dafür zur Verfügung stellen und bedarfsgerecht die Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur ausbauen und die Qualität verbessern. Mit einem neuen Rechtsanspruch auf Betreuung im Grundschulalter ermöglichen wir auch im Grundschulalter ein gezieltere Förderung von Kindern und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Eltern.“

„Fortschritte bei der Gleichstellung werden wir nicht dem Zufall überlassen. Unternehmen, die sich weigern, sich Ziele für eine Steigerung des Frauenanteils in Führungspositionen zu geben, müssen künftig mit Sanktionen rechnen“, unterstreicht sie die Entschlossenheit der Verhandlungsgruppe.

„Im Öffentlichen Dienst wollen wir mit gutem Beispiel voran gehen und bis 2025 die Gleichstellung erreicht haben. Zudem werden wir prüfen, wie die Einbeziehung von Unternehmen mit wesentlicher Bundesbeteiligung gelingen kann.

Auch bei dem neuen Entgelttransparenzgesetz werden wir schon Mitte 2019 genau hinsehen, wie die Unternehmen ihren neuen Auskunftspflichten nachkommen. Um die Lohnlücke auch strukturell zu verringern, werden wir soziale Berufe aufwerten und Ausbildungskosten abschaffen.“

„Ein besonderes Anliegen war mir darüber hinaus, ein deutliches Signal gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Wir werden nicht zulassen, dass von Gewalt und Missbrauch betroffene Frauen allein gelassen werden. Deshalb werden wir die Hilfestrukturen ausbauen, Wege der Kostenentlastung für Betroffene prüfen und die anonyme Beweissicherung überall möglich machen.“ Die Vorsitzende der Frauen Union hatte 2016 maßgeblich die Reform des Sexualstrafrechts „Nein heißt Nein“ vorangetrieben.

Annette Widmann-Mauz sieht in diesem Sondierungsergebnis eine gute tragfähige Grundlage für Koalitionsverhandlungen und dankt allen an den Verhandlungen Beteiligten für Ihren Einsatz. Ihr besonderer Dank und ein Genesungswunsch gehen an die stellvertretende Vorsitzende der Frauen Union Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und ihre Begleiter.

Zentrale Verhandlungsergebnisse:

Wir wollen Familien entlasten und stärken

Wir wollen Familien durch eine Anhebung des Kindergelds um 25 Euro entlasten. Dazu werden wir im nächsten Jahr zum 1. Juli 2019 das Kindergeld um 10 Euro erhöhen. Die weitere Erhöhung um 15 Euro auf dann insgesamt 25 Euro erfolgt in einer zweiten Stufe zum 1.1.2021. Der steuerliche Kinderfreibetrag wird entsprechend angehoben.

Wir bekämpfen Kinderarmut durch ein Maßnahmenpaket für einkommensschwache Familien. Wir werden den Kinderzuschlag erhöhen und dabei darauf achten, dass Leistungsanreize zur Steigerung und Aufnahme einer Erwerbsarbeit für die Eltern gesetzt werden. Das Bildungs- und Teilhabepaket werden wir verbessern. Der Eigenanteil zur Mittagsverpflegung soll entfallen und das Schulstarterpaket soll erhöht werden.

Erziehungsleistung werden wir noch besser anerkennen. Wir haben den 2. Mütterrentenpunkt für vor 1992 geborene Kinder umgesetzt. Jetzt werden wir die Gerechtigkeitslücke weiter schließen. Wir wollen die Mütterrente II einführen. Das ist ein wichtiger Baustein zur Bekämpfung von Altersarmut. Diese Verbesserungen bei der Mütterrente durch einen 3. Punkt sollen für Mütter gelten, die drei und mehr Kinder vor 1992 zur Welt gebracht haben.

Wenn Eltern pflegebedürftig werden und Unterstützung brauchen, soll erst ab einem Einkommen von 100.000 Euro auf das Einkommen der Kinder zurückgegriffen werden.

Die Wohneigentumsbildung von Familien werden wir finanziell unterstützen.

Wir stärken Kinder und verbessern die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit

Gemeinsam mit den Ländern werden wir einen Bildungsrat einrichten, um die Bildungschancen zu verbessern. Dazu werden wir eine Investitionsoffensive starten, die insbesondere Investitionen in Ganztagsschul- und Betreuungsangebote, Digitalisierung und Berufsschulen beinhaltet.

Für Kinder im Grundschulalter werden wir einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung schaffen. Dabei achten wir auf Flexibilität. Die Vielfalt der bestehenden Betreuungsangebote und der Bedarf werden berücksichtigt.

Um eine bestmögliche Betreuung für Kinder zu erreichen, werden wir die Länder und Kommunen weiterhin beim Ausbau und der Steigerung der Qualität und des Angebots sowie bei den Gebühren für Eltern unterstützen.

Die Länderhoheit im Bildungsbereich bleibt gewahrt.

Wir werden ein Recht auf befristete Teilzeitarbeit einführen. Dieses Recht soll schon für Unternehmen ab 45 Beschäftigte gelten. Für Unternehmen mit 45 bis 200 Beschäftigten gibt es abweichende Regelungen, die einerseits den Mitarbeitern die befristete Teilzeit möglich machen, andererseits Überforderungen für das Unternehmen vermeiden.

Darüber hinaus werden wir Modelle entwickeln, mit denen mehr Spielraum für Familienzeit geschaffen wird.

Wir bringen die Gleichstellung voran

Wir bauen strukturelle Hemmnisse, die zur Lohnlücke beitragen, weiter ab.

Dazu werden wir Sozial- und Pflegeberufe aufwerten. Das Schulgeld für die Ausbildung in den Heilberufen wollen wir abschaffen. Für die Pflegeberufe ist es bereits beschlossen. Zudem streben wir Ausbildungsvergütungen an.

Zur Stärkung der beruflichen Ausbildung werden wir eine Mindestausbildungsvergütung im Berufsbildungsgesetz verankern.

Das Entgelttransparenzgesetz ist gerade in Kraft getreten. Wir werden im Juli 2019 eine erste Evaluation dazu vorlegen und dabei ein besonderes Augenmerk auf die Erfüllung der entsprechenden Berichts- und Auskunftsansprüche legen. Auf dieser Grundlage ist über weitere Schritte zu entscheiden.

Das Gesetz für mehr Frauen in Führungsposition hat eine Trendwende in Bezug auf Frauen in Aufsichtsräten eingeleitet und ihren Anteil deutlich erhöht. Wir wollen die Wirksamkeit des Gesetzes weiter verbessern, indem wir die Nichteinhaltung der Meldepflicht für Zielvorgaben für Vorstände und Führungsebenen und die Begründungspflicht bei der Angabe Zielvorgabe „Null“ sanktionieren entsprechend den Bestimmungen des § 335 HGB. Bei der regelmäßigen Berichterstattung der Bundesregierung über das Gesetz werden wir ein besonderes Augenmerk auf Unternehmen ohne Frauen in Führungspositionen legen, die sich eine Zielgröße „Null“ geben.

Im Öffentlichen Dienst soll die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Leitungsfunktionen bis 2025 erreicht sein. Das werden wir im Bundesgleichstellungsgesetz festschreiben. Wir werden prüfen, wie eine Erweiterung des Geltungsbereichs des Gesetzes auf Unternehmen mit wesentlicher Bundesbeteiligung umgesetzt werden kann. Dem Öffentlichen Dienst kommt eine Vorbildfunktion zu.

Gewalt gegen Frauen treten wir entschieden entgegen. Wir werden ein Aktionsprogramm zur Prävention und Unterstützung von Gewalt betroffenen Frauen und Kindern auflegen und Hilfestrukturen verbessern. In einem Runden Tisch von Bund, Ländern und Kommunen wollen wir den bedarfsgerechten Ausbau und die adäquate finanzielle Absicherung der Arbeit von Frauenhäusern und entsprechenden ambulanten Hilfs- und Betreuungsmaßnahmen voranbringen. Um den betroffenen Frauen zu helfen, werden wir prüfen, ob und wie weit im Unterhaltsvorschussgesetz eine vorläufige Übernahme der Kosten bei gleichzeitigem Übergang der Unterhaltsforderung auf den Kostenträger möglich ist. Das bundesweite Hilfetelefon und entsprechende Online-Beratungsangebote werden wir ausbauen. Die anonyme Beweissicherung bei Gewalt und Missbrauch soll überall in Deutschland möglich sein.



Frauen Union der CDU Deutschlands
Pressesprecherin Silke Adam
Klingelhöferstraße 8
10785 Berlin

Tel. 030 22070 451
Fax 030 22070 439

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„Starke Frauen. Starkes Deutschland.“ Unter diesem Motto versammelten sich 1000 Frauen in Braunschweig um Angela Merkel im Wahlkampf zu unterstützen. Aus dem Kreis Viersen nahmen die Kreisvorsitzende Sonja Fucken-Kurzawa und die Delegierten Gaby Glatz und Anne Daniels am Bundesdelegiertentag der Frauen Union der CDU am 26./27.08.2017 in Braunschweig teil. Unterstützt wurde das Trio durch nahezu 40 weitere Damen, die aus den Kreisen Viersen und Kleve eigens am Samstag zu der Veranstaltung mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Delegiertentag ca. 360 km angereist sind. Die Stimmung war super. Desiree van Rieth und Marita Liedtke – beide Beisitzerin im Kreisvorstand der FU Viersen – haben die Betreuung der Bustour übernommen und waren sich einig: „Jeder Kilometer hat sich gelohnt!“.

„Wir trugen bunte Poloshirts in den Farben aubergine, pink, orange, blau und grün in Anlehnung an die farbigen Blazer von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Kanzlerin hat uns mit ihrer frauenpolitischen Rede begeistert und die Frauen aus ganz Deutschland haben mit stehenden Ovationen Angela Merkel gefeiert“, erklärt Fucken-Kurzawa. Mit der Aufschrift „#DressforSuccess. Frauen für Merkel“ auf den Shirts werden die Frauen der FU bis zur Bundestagswahl am 24. September 2017 beim Haustürwahlkampf, an Infoständen und Veranstaltungen unterwegs sein und für die Wiederwahl von Angela Merkel kämpfen.

In der Braunschweiger Erklärung haben wir unsere Forderungen für die nächste Legislaturperiode zusammengestellt. Wir wollen, dass Eltern und Kinder auch im Grundschulalter überall gute Angebote vorfinden. Deshalb werden wir einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter einführen. Weiter wollen wir sichere Perspektiven für Familien. Deshalb richten wir unsere Förderung stärker auf Familien mit Kindern aus. Wir werden das Kindergeld um 300 Euro im Jahr anheben und den steuerlichen Kinderfreibetrag entsprechend auf über 8.000 Euro jährlich erhöhen“, fasste die Vorsitzende der Frauen Union der CDU Annette Widmann-Mauz MdB die Forderungen der Frauen zusammen.

Fucken-Kurzawa: „Frauen für Merkel“ – das steht auf unseren Polo-Shirts. Das ist unser gemeinsames Motto und unser Auftrag! „#DressforSuccess“ heißt: Wir wollen gewinnen!“

(Foto Tobias Koch)

Herausgeber:      CDU Kreis-Frauen-Union Viersen

Sonja Fucken-Kurzawa

06.09.2017

 

„Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt als Präsidentin der G20 kraftvolle Zeichen. Sie macht ihren Einfluss als weibliches Regierungsoberhaupt geltend, um die Interessen von Frauen zu stärken. Dabei geht es um die gleichberechtigte Beteiligung auf dem Arbeitsmarkt, wie Frauen die Chancen der Digitalisierung nutzen können sowie das Fördern von Frauen in Führungspositionen und ihrer unternehmerischen Tätigkeit. Mit ihrer Teilnahme am W20-Dialogforum unterstreicht die Kanzlerin die Bedeutung der W20-Forderungen im Rahmen der G20-Verhandlungen“, erklärt Annette Widmann-Mauz, Vorsitzende der Frauen Union der CDU Deutschlands anlässlich der Women20-Konferenz in Berlin.

Dem W20-Dialogforum ging ein mehrmonatiger Arbeitsprozess voraus. Im Februar gab es einen nationalen Gipfel mit Vertreterinnen von Frauenorganisationen an dem sich die Frauen Union der CDU Deutschlands beteiligte.

„Mit dem Entgelttransparenzgesetz, der Frauenquote, dem Ausbau der Kinderbetreuung und dem Kampf gegen die Rentenlücke von Frauen, u.a. durch die Mütterrente, haben wir in Deutschland die Rolle der Frauen in Wirtschaft und Gesellschaft gestärkt. An der Aufwertung von typischen Frauenberufen wie Erzieherinnen und im Pflegebereich arbeiten wir. Der W20-Dialog ist ein wichtiger Impuls, um Frauen auch international voranzubringen“, betont Annette Widmann-Mauz am Rande des W20-Gipfel.

Hintergrund:

Mit über 100 internationalen Delegierten aus den G20-Staaten und zahlreichen Spitzenfrauen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft findet die Abschlussveranstaltung des diesjährigen Women20-Dialogprozesses vom 24. bis 26. April in Berlin statt. Zum dritten Mal wird eine G20-Präsidentschaft vom Dialogprozess Women20 (W20) begleitet. Ziel der W20 ist es, dass die G20 sich zu Maßnahmen verpflichten, die Frauen wirtschaftlich stärken.

Einer der Höhepunkte: eine Podiumsdiskussion am 25. April unter dem Titel "Inspiring women: Scaling up women's entrepreneurship". Dabei wird Bundeskanzlerin Merkel unter anderem mit Königin Máxima der Niederlande, IWF-Direktorin Christine Lagarde sowie Ivanka Trump, Tochter und Assistentin von US-Präsident Donald Trump, darüber diskutieren, wie weibliches Unternehmertum weltweit im größeren Maßstab gefördert werden kann.

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