„Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt als Präsidentin der G20 kraftvolle Zeichen. Sie macht ihren Einfluss als weibliches Regierungsoberhaupt geltend, um die Interessen von Frauen zu stärken. Dabei geht es um die gleichberechtigte Beteiligung auf dem Arbeitsmarkt, wie Frauen die Chancen der Digitalisierung nutzen können sowie das Fördern von Frauen in Führungspositionen und ihrer unternehmerischen Tätigkeit. Mit ihrer Teilnahme am W20-Dialogforum unterstreicht die Kanzlerin die Bedeutung der W20-Forderungen im Rahmen der G20-Verhandlungen“, erklärt Annette Widmann-Mauz, Vorsitzende der Frauen Union der CDU Deutschlands anlässlich der Women20-Konferenz in Berlin.

Dem W20-Dialogforum ging ein mehrmonatiger Arbeitsprozess voraus. Im Februar gab es einen nationalen Gipfel mit Vertreterinnen von Frauenorganisationen an dem sich die Frauen Union der CDU Deutschlands beteiligte.

„Mit dem Entgelttransparenzgesetz, der Frauenquote, dem Ausbau der Kinderbetreuung und dem Kampf gegen die Rentenlücke von Frauen, u.a. durch die Mütterrente, haben wir in Deutschland die Rolle der Frauen in Wirtschaft und Gesellschaft gestärkt. An der Aufwertung von typischen Frauenberufen wie Erzieherinnen und im Pflegebereich arbeiten wir. Der W20-Dialog ist ein wichtiger Impuls, um Frauen auch international voranzubringen“, betont Annette Widmann-Mauz am Rande des W20-Gipfel.

Hintergrund:

Mit über 100 internationalen Delegierten aus den G20-Staaten und zahlreichen Spitzenfrauen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft findet die Abschlussveranstaltung des diesjährigen Women20-Dialogprozesses vom 24. bis 26. April in Berlin statt. Zum dritten Mal wird eine G20-Präsidentschaft vom Dialogprozess Women20 (W20) begleitet. Ziel der W20 ist es, dass die G20 sich zu Maßnahmen verpflichten, die Frauen wirtschaftlich stärken.

Einer der Höhepunkte: eine Podiumsdiskussion am 25. April unter dem Titel "Inspiring women: Scaling up women's entrepreneurship". Dabei wird Bundeskanzlerin Merkel unter anderem mit Königin Máxima der Niederlande, IWF-Direktorin Christine Lagarde sowie Ivanka Trump, Tochter und Assistentin von US-Präsident Donald Trump, darüber diskutieren, wie weibliches Unternehmertum weltweit im größeren Maßstab gefördert werden kann.

„Mit dem vom Kabinett beschlossenen Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen kommt Deutschland seiner Verantwortung für den Schutz von Mädchen nach“, begrüßt die Vorsitzende der Frauen Union der CDU Annette Widmann-Mauz MdB die heutige Entscheidung der Bundesregierung.

„Kinderehen stehen in krassem Gegensatz zum Kindeswohl. Mädchen und jungen Frauen wird so die Chance auf eine selbstbestimmte eigenverantwortliche Lebensgestaltung genommen. Gleichberechtigung setzt Partnerschaft zwischen Mann und Frau sowie eine freie Entscheidung voraus. Das ist in Kinderehen nicht gegeben“, erläutert Annette Widmann-Mauz MdB das Engagement der Frauen Union für das Verbot von Kinderehen.

Die Zunahme von Kinderehen gerade unter den aus Kriegsgebieten Geflüchteten mahnt zum Handeln. „Für uns steht der Schutz der Kinderfrauen im Mittelpunkt. Deshalb ist es richtig, die Rolle der Jugendämter zu stärken und im Asyl- und Aufenthaltsrecht klarzustellen, dass den Betroffenen aus der Nichtigkeit bzw. Auflösung der Ehe diesbezüglich keine Nachteile erwachsen.“ Für das parlamentarische Verfahren mahnt Annette Widmann-Mauz MdB an: „Gerade wenn eine Ehe von Anfang an nichtig ist, kann das im Einzelfall problematisch sein. Wir werden intensiv prüfen, ob auch für Unter-16-Jährige das notwendige Schutzniveau erreicht wird.“

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass in Deutschland nur noch Volljährige eine Ehe eingehen können. Das gilt auch für religiöse oder traditionelle Trauungen. Im Ausland geschlossene Kinderehen sollen unwirksam sein, wenn die Eheschließung vor dem 16. Lebensjahr erfolgt ist. Wenn ein Ehepartner zum Zeitpunkt der Heirat zwischen 16 und 18 Jahre alt war, soll die Ehe in Deutschland durch ein gerichtliches Verfahren aufgehoben werden.

Die Frauen Union der CDU hatte schon im vergangenen Sommer, als erste Zahlen über die Zunahme von Kinderehen in Deutschland bekannt wurden, ein umfassendes Konzept für ein Verbot von Kinderehen und den Schutz der Minderjährigen vorgestellt. Der CDU-Bundesparteitag schloss sich diesen Forderungen im Dezember mit einem Beschluss an.

„Das Entgelttransparenzgesetz ist nicht nur eine Weichenstellung auf dem Weg zur Lohngerechtigkeit, sondern ein konkreter Schritt zu mehr Gleichberechtigung in Deutschland. Der gefundene gesetzliche Kompromiss ist ein Gewinn für Frauen. Die Lohnlücke soll zukünftig der Vergangenheit angehören. Seit 2010 hat die Frauen Union nicht locker gelassen und sich massiv für eine gesetzliche Regelung zur Lohngerechtigkeit eingesetzt. Freiwillige Selbstvereinbarungen waren keine Lösung, so freuen wir uns nun über das Gesetz“, erklärt Annette Widmann-Mauz, Vorsitzende der Frauen Union der CDU Deutschlands zur 2./3. Lesung des Gesetzentwurfs zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen im Deutschen Bundestag.

Annette Widmann-Mauz: „Wir brauchen mehr Transparenz, denn die nachgewiesene Lohnlücke von Frauen wird im Alter zur Rentenlücke. Zunehmend mehr Frauen sind im Alter nicht mehr über ihren Ehepartner oder eine Witwenrente abgesichert. Eine eigenständige Altersvorsorge von Frauen wird immer wichtiger. Lohngleichheit ist ein entscheidender Beitrag dazu.“

Der Ausbau der Kindertagesbetreuung, das ElterngeldPlus oder das Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen an Führungspositionen sind Beispiele für Maßnahmen, die von der unionsgeführten Bundesregierung bereits umgesetzt wurden. Nun sind die Arbeitgeber, die Gewerkschaften und die Betriebsräte in der Verantwortung.

Die Frauen Union der CDU wird die Umsetzung des Entgelttransparenzgesetzes sorgfältig beobachten.

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