„Mit dem vom Kabinett beschlossenen Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen kommt Deutschland seiner Verantwortung für den Schutz von Mädchen nach“, begrüßt die Vorsitzende der Frauen Union der CDU Annette Widmann-Mauz MdB die heutige Entscheidung der Bundesregierung.

„Kinderehen stehen in krassem Gegensatz zum Kindeswohl. Mädchen und jungen Frauen wird so die Chance auf eine selbstbestimmte eigenverantwortliche Lebensgestaltung genommen. Gleichberechtigung setzt Partnerschaft zwischen Mann und Frau sowie eine freie Entscheidung voraus. Das ist in Kinderehen nicht gegeben“, erläutert Annette Widmann-Mauz MdB das Engagement der Frauen Union für das Verbot von Kinderehen.

Die Zunahme von Kinderehen gerade unter den aus Kriegsgebieten Geflüchteten mahnt zum Handeln. „Für uns steht der Schutz der Kinderfrauen im Mittelpunkt. Deshalb ist es richtig, die Rolle der Jugendämter zu stärken und im Asyl- und Aufenthaltsrecht klarzustellen, dass den Betroffenen aus der Nichtigkeit bzw. Auflösung der Ehe diesbezüglich keine Nachteile erwachsen.“ Für das parlamentarische Verfahren mahnt Annette Widmann-Mauz MdB an: „Gerade wenn eine Ehe von Anfang an nichtig ist, kann das im Einzelfall problematisch sein. Wir werden intensiv prüfen, ob auch für Unter-16-Jährige das notwendige Schutzniveau erreicht wird.“

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass in Deutschland nur noch Volljährige eine Ehe eingehen können. Das gilt auch für religiöse oder traditionelle Trauungen. Im Ausland geschlossene Kinderehen sollen unwirksam sein, wenn die Eheschließung vor dem 16. Lebensjahr erfolgt ist. Wenn ein Ehepartner zum Zeitpunkt der Heirat zwischen 16 und 18 Jahre alt war, soll die Ehe in Deutschland durch ein gerichtliches Verfahren aufgehoben werden.

Die Frauen Union der CDU hatte schon im vergangenen Sommer, als erste Zahlen über die Zunahme von Kinderehen in Deutschland bekannt wurden, ein umfassendes Konzept für ein Verbot von Kinderehen und den Schutz der Minderjährigen vorgestellt. Der CDU-Bundesparteitag schloss sich diesen Forderungen im Dezember mit einem Beschluss an.

„Das Entgelttransparenzgesetz ist nicht nur eine Weichenstellung auf dem Weg zur Lohngerechtigkeit, sondern ein konkreter Schritt zu mehr Gleichberechtigung in Deutschland. Der gefundene gesetzliche Kompromiss ist ein Gewinn für Frauen. Die Lohnlücke soll zukünftig der Vergangenheit angehören. Seit 2010 hat die Frauen Union nicht locker gelassen und sich massiv für eine gesetzliche Regelung zur Lohngerechtigkeit eingesetzt. Freiwillige Selbstvereinbarungen waren keine Lösung, so freuen wir uns nun über das Gesetz“, erklärt Annette Widmann-Mauz, Vorsitzende der Frauen Union der CDU Deutschlands zur 2./3. Lesung des Gesetzentwurfs zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen im Deutschen Bundestag.

Annette Widmann-Mauz: „Wir brauchen mehr Transparenz, denn die nachgewiesene Lohnlücke von Frauen wird im Alter zur Rentenlücke. Zunehmend mehr Frauen sind im Alter nicht mehr über ihren Ehepartner oder eine Witwenrente abgesichert. Eine eigenständige Altersvorsorge von Frauen wird immer wichtiger. Lohngleichheit ist ein entscheidender Beitrag dazu.“

Der Ausbau der Kindertagesbetreuung, das ElterngeldPlus oder das Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen an Führungspositionen sind Beispiele für Maßnahmen, die von der unionsgeführten Bundesregierung bereits umgesetzt wurden. Nun sind die Arbeitgeber, die Gewerkschaften und die Betriebsräte in der Verantwortung.

Die Frauen Union der CDU wird die Umsetzung des Entgelttransparenzgesetzes sorgfältig beobachten.

Berlin, 16.02.2017

Frauen stärken – Fairer Lohn!

„90 Prozent aller Deutschen finden, dass Frauen für gleiche Arbeit das gleiche Geld bekommen sollen wie Männer. Mit dem Gesetz zur Entgeltgleichheit schaffen wir Klarheit bei Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmern und Tarifpartnern. Faire Strukturen werden so ebenso transparent wie Lohnlücken. Das Gesetz ist der Hebel, damit die nicht zu erklärende Lohnlücke von 7 Prozent zwischen Männern und Frauen endlich abgebaut werden kann“, erklärt Annette Widmann-Mauz, Vorsitzende der Frauen Union der CDU Deutschlands zur 1. Lesung des Gesetzentwurfs zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen im Deutschen Bundestag.

Annette Widmann-Mauz: „Schon bei der Diskussion um Frauen in Führungspositionen hat sich gezeigt, dass freiwillige Absichtserklärungen allein nicht zum Ziel führen. Statt pauschaler Fundamentalkritik braucht es jetzt gesetzlich klar geregelte Vorgaben und noch mehr wirkungsvolle Konzepte und Maßnahmen in den Unternehmen für tatsächliche Entgeltgleichheit.“

Frauen Union der CDU Deutschlands Pressesprecherin Silke Adam Klingelhöferstraße 8 10785 Berlin Tel. 030 22070 451 Fax 030 22070 439

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